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vieler Experten in den Vereinigten Staaten von Amerika am Ende des 19. Jahrhundert. Diese Entwicklungen stellten bereits eine erste technische Revolution der Logistik im Waren- abverkauf und im Handel dar, so dass diese Geräte schnell ihren Siegeszug durch alle Industriestaaten dieser Welt antraten. Dabei standen natürlich Länder mit hohem individuellem und privatem Konsum an der Spitze des wachsenden Bedarfs an Kassen-technik. Schon im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhundert wurde die Produktion von Registrierkassen im Deutschen Kaiserreich aufgenommen. Unter dem Namen „National“ wurde eine für alle Währungen dieser Welt nutzbare Rechenmaschinen geschaffen, die teilweise noch heute voll funktionstüchtig sind und begehrte Sammler-Objekte darstellen. Als Werkstoff wurde bei der Produktion anfänglich auf Holz zugegriffen. Doch schon bald stellte sich heraus, dass sich Metalle besser eignen. Zurückgehend auf die Gründer- zeit wurden die Registrierkassen natürlich auch im Design der damaligen Zeit angepasst und mit entsprechenden Mustern, Putten und Kunstschmiededekoren versehen. Messing, Silber aber auch gebürstete Eisenmetalle bildeten das Gehäuse, während einem Uhrwerk gleich Zahnräder und Typen bzw. Fähnchen als Anzeigeelemente dienten. Neben aller technischen Herstellungs- und Handwerkskunst stellte aber das Rechenwerk die wirkliche Genialität. Die Kassentechnik des späten 19.Jahrhunderts stellt die eigentliche Grundlage der heutigen Computertechnik dar. Zugegebenermaßen haben auch andere Entwicklungen die IT-Welt befördert , aber der rapide anwachsende persönliche Konsum mit dem Verlangen nach Massenprodukten ließ sich nicht ohne die Technik der Registrierkassen bewältigen. So war es auch nur eine Frage der Zeit bis die ersten Warenhäuser eingerichtet wurden. Auch diese Entwicklung vollzog sich in den Großstädten der USA, aber nahezu zeitgleich in den Metropolen Europas. Mit der zunehmenden Elektrifizierung der Städte und der Massenproduktion von Elektro- motoren vollzog sich in den 20er und 30er eine wachsende elektrische Mechanisierung der Kassengeräte, welches natürlich auch zur Beschleunigung der Kassenabrechnung beim Abverkauf wie auch bei der Abrechnung führte. Immer mehr Rechenoperationen in kürzerer Zeit konnten erfolgen und der manuelle Betrieb wurde insbesondere in den Warenhäusern vermindert. Erst am Anfang der 30er Jahre wurden die Registrierkassen auch in der Gastronomie eingesetzt, wobei damals Bäcker- Konditoreien oder Kaffeegeschäfte nicht unmittelbar zur Gastronomie zählten. Wahre Ungetüme der Kassentechnik wurden für die damals durchaus üblichen Großrestaurants und Ballhäuser geschaffen, in denen Dutzende von Kellnern und Bedienkräften ihren Dienst am Gast vollzogen. Diese Kassengeräte beinhalteten eine Vielzahl von Kassenfächern und jeder Kellner hatte seine gesonderte Abrechnungstaste. Später wurden daraus Bedienerschlüssel, damit man nicht untereinander in Konflikt geriet. Grundsätzlich ist aber allen Kassengeräten gemein, dass sie noch heute die wesentlichen Kassen- und Abrechnungsfunktionen vollziehen und in der über hundertjährigen Geschichte aktueller denn je sind. |
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